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Dobermann

Dobermann

Der elegante Dobermann ist eine von der Fédération Cynologique Internationale anerkannte Hunderasse und stammt aus Deutschland. Seinen Namen trägt der Dobermann zu Ehren des ersten Züchters, des Justizangestellten Friedrich Louis Dobermann. Bei seiner Zucht legte er gesteigerten Wert auf Mut und Robustheit und suchte sich entsprechende Hunde zur Verpaarung aus. Dementsprechend fließen in den Adern des Dobermanns auch die Gene von Fleischerhunden, Rottweilern, Schäferhunden und Pinschern. So entstand der heute als Gebrauchs-, Wach- und Arbeitshund bekannte Dobermann, der sich insbesondere als Polizeihund einen guten Namen gemacht hat.

Rassebeschreibung

Beim Dobermann handelt es sich um einen schlanken, eleganten und athletischen Hund. Rüden werden bis zu 72 cm hoch und wiegen dabei bis zu 45 kg. Hündinnen erreichen Höhen bis 68 cm und Gewichte bis 35 kg. Das glatte und glänzende Fell des Dobermanns ist schwarz oder dunkelbraun und verfügt über rot-braune Abzeichen an Kopf und Läufen. Der breite Oberkopf endet in einer schmalen Schnauze. Die mittelgroßen Ohren hängen und werden heutzutage, wie auch die Rute, nicht mehr kupiert.

Insgesamt ist der Dobermann eine mittelgroße, muskulöse und kräftige Erscheinung mit einem wachen Blick.

Gesundheit und Lebenserwartung

Häufig treten bei Dobermännern erblich bedingte Syndrome auf, die Gleichgewichtsstörungen sowie Taubheit mit sich bringen können. Neben Herzerkrankungen treten auch Blutgerinnungsstörungen, Hüftgelenksdysplasien und das Wobbler-Syndrom häufiger beim Dobermann auf.

Dafür wird die Lebenserwartung mit bis zu 14 Jahren deutlich höher angegeben, als bei vergleichbaren Großhunderassen.

Wesen

Der Dobermann ist sensibel, anhänglich und treu. Als aufmerksamer und wachsamer Hund gliedert er sich nahtlos in eine Familie ein, in der er zugleich auch liebevoller Spielkamerad für Kinder sein kann. Voraussetzung hierfür ist die von den Verbänden geforderte mittlere Reizschwelle und eine moderate Schärfe. Vorsichtig und misstrauisch gegenüber Fremden ist der Dobermann ein zuverlässiger Wachhund für Haus und Hof.

Seinem Temperament und Arbeitswillen muss der Dobermann nachkommen dürfen, um keine Nervosität zu entfalten. Der leistungsfähige und mutige Hund sollte entsprechend ausgebildet und gefördert werden, um seine Selbstsicherheit und Unerschrockenheit zu kontrollieren.

Verwendung, Ausbildung und Sport

Der Dobermann ist ein sehr guter Sporthund. Sein Temperament, seine Intelligenz und seine Wendigkeit sind für Hundesportarten wie Obedience, Agility und Flyball gut geeignet. Darüber hinaus empfiehlt sich der aufmerksame Dobermann als Fährtenhund und für die Ausbildung als Schutzhund und Rettungshund. Selbst eine Ausbildung als Blindenführhund oder Therapiehund kommt beim Dobermann infrage.

Als Gebrauchs- und Arbeitshund wird der Dobermann als Diensthund bei der Polizei und beim Heer geschätzt, wo er unterschiedliche Aufgaben wahrnimmt. Sein ausgeprägter Wach- und Schutzinstinkt lässt den Dobermann oft zum traditionellen Wachhund für Haus und Hof avancieren.

Der Dobermann gehört zu den neun Rassen aus einer Vielfalt von mehr als 400 Hunderassen, denen das Prädikat Gebrauchshund anerkannt wurde. Dies gilt auch wegen seiner häufig unkomplizierten Erziehung, die schon im Junghundealter spielerisch beginnen sollte und regelmäßig weitergeführt werden muss. Sein unbedingter Lernwille macht den Dobermann zu einem gut auszubildenden Hund, der jedoch immer wieder beschäftigt und gefordert werden will.

Haltung

In Brandenburg und in vielen Kantonen der Schweiz wird der Dobermann als sogenannter "Listenhund" mit Gefährdungspotenzial geführt, was die Haltung der Hunderasse einschränkt.

Auch wenn noch zahlreiche Dobermänner in Zwingern als Wachhunde für Gewerbebetriebe und Haushalte dienen, entspricht dies nicht seinem sensiblen Charakter. Der Dobermann entfaltet seine vielen Vorzüge erst dann, wenn er liebevollen Familienanschluss hat und seine vielen Fähigkeiten gefördert werden.

Neben langen Spaziergängen läuft der Dobermann hervorragend am Fahrrad und bringt seine Intelligenz bei vielseitigen Trainingsarten mit ein. Seinem Bewegungsdrang sollte auch bei der Haltung als Familienhund unbedingt nachgekommen werden, damit seine positiven Charaktereigenschaften erhalten bleiben.